Kindertanz (Rhythmik)
Leitung: Sternchen 3+4: Heike Behrends
Tel. 0177-2227973
Email: heike.behrends@htp-tel.de
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In allen Kulturen der Welt gibt es dasselbe Phänomen: Begeisterte Kinder, die zu einem Lied mit elementarer Lebensfreude tanzen und singen. Die Affinität und Faszination, die von Musik und Tanz
ausgehen, sind letztendlich unabhängig vom Lebensalter, von der Intelligenz, vom Kulturkreis und auch von Wahrnehmungsdefiziten und Behinderungen. Musik wird als universelle Sprache betrachtet. Der
Mensch lässt sich von Musik emotional "fesseln" und bewegt sich gerne dazu rhythmisch, wenn es vielleicht nur mit dem großen Zeh ist!
Musische Erziehung ist einer der wichtigsten Erziehungsbereiche für Kinder, und zwar nicht erst ab der Geburt, sondern auch schon davor. Die Stimme und der Gesang der Mutter, gepaart mit
entsprechenden Wiegebewegungen und Streicheln, sind für die ersten Jahre der frühen Kindheit das beste Beruhigungsmittel. Das Kind erinnert sich an die vorgeburtliche Geborgenheit im Mutterleib, in
dem es gewiegt und von der Mutterstimme umhüllt wurde. Gesang ist im wahrsten Sinne des Wortes als emotionales Klangbad zu betrachten.
Musik, Spiel und Tanz sind für Kinder nicht nur unter entwicklungspsychologischen Aspekten wichtig, sondern sind als kultureller Baustein von großem Stellenwert. Die Identifikation mit der eigenen
Kultur und seinen typischen Kinderliedern ist für das Selbstbild und für die Integration von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Wer sich als Erwachsener nicht auf das Spielen und Singen von
"Dornröschen war ein schönes Kind" oder "Fuchs du hast die Gans gestohlen" zurück erinnern kann, dem fehlt im übertragenen Sinne ein Stück erlebte Geborgenheit aus der Kindheit. Lieder und
musikalische Spiele erzeugen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und geben dem Erleben Farbe und Stimmung.
[Aus: Frühe Kindheit – die ersten sechs Jahre (Themenheft "Kinder und Musik"); Hrsg.: Deutsche Liga für das Kind]
